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Eric Kressnig hat seit September immer wieder intensive Arbeitsphasen in Salzburg verbracht. Er hatte bereits ein großes Wissen und viel Erfahrung mit Druckgraphik und konnte die Möglichkeiten, die ihm die Grafische Werkstatt im Traklhaus bietet, ideal nützen.
Seine hier gedruckten Arbeiten behandeln ein interessantes Thema:
In der Lithografie gibt es den sogenannten "Basler Stab". Dieser bezeichnet eine Steingröße von genau 37 x 49 cm. In der Grafischen Werkstatt im Traklhaus hat der Künstler einen solchen Stein gefunden und ihn als Grundlage für eine Druckserie verwendet, indem er den Abdruck dieses Steines in mehreren Farbschichten leicht verschoben übereinanderlegt.
Das Wort "Stab" verwendete er weiter für eine weitere Serie von Grafiken, die auf der Buchdruck – Andruckspresse entstanden ist. Eric Kressnig versucht, die örtlichen Gegebenheiten in seine Arbeit einfließen zu lassen und hat in der gut ausgerüsteten Werkstatt im Traklhaus zum ersten Mal an so einer Maschine und in dieser Richtung gearbeitet.
Eine weitere Serie nennt er das "Salzburger Gelenk". Es zeigt den abstrahierten Grundriss der Markuskirche. Durch den zweifärbigen Druck wirkt dieser Grundriss besonders plastisch und räumlich.
Eric Kressnig über seine Arbeit:
"Ich verfolge die Charakteristika der Sprache, der Architektur und des Materials und thematisiere einerseits strukturelle Gegebenheiten, wie sie vor Ort erscheinen, andererseits transformierte ich ortsspezifische Begriffe skriptural in eine wandelbare Systematik."
Diese drei Grundcharakteristika begleiten Eric Kressnigs Arbeit. Daraus entsteht die Thematik, welche auf Mehrdeutigkeiten subtiler Beziehungen zur Umgebung, zur Wand, zum Betrachtungsraum, ja sogar zum Lebensraum verweist.
Im Sinne einer Recherche spielt dabei die Druckgrafik eine wesentliche Rolle.
Sie wird nicht als Reprodiktionsmedium gesehen, sondern dient der Formulierung eines neuen Blicks. Sie erlaubt es, parallel zu Arbeiten auf Leinwand, Installationen aus Sperrholz und großformatigen Wandzeichnungen, innerhalb eines vorgegebenen Rahmens an technischen Gegebenheiten, Konstellationen zu verdichten und zu präzisieren.
Die Koordination, Ausschreibung und Bearbeitung des Rudolf Hradil Stipendiums erfolgte durch die Kulturabteilung des Landes Salzburg.
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Die Juroren waren:
Dr. Matthias Boeckl (Kunsthistoriker, Professor an der Universität für
angewandte Kunst, Wien), Prof. Gunter Damisch (Maler, Grafiker, Professor an der Universität der bildenden Künste in Wien) und Dr. Antonia Hoerschelmann (Kuratorin an der Albertina, Wien).
Es lagen 19 Einreichungen, die alle von hoher Qualität waren, vor.
Die Juroren entschieden sich einstimmig für Eric M. Kressnig, als zweiten
Hradil-Stipendiaten.
Das Hradil-Stipendium wird am 5.12.2011 an Eric M. Kressnig im Rahmen einer Ausstellung seiner Arbeiten in Salzburg verliehen.
Wir suchen nach Gemälden, Aquarellen und Zeichnungen des Künstlers in öffentlichen Sammlungen, Privatbesitz und Kunsthandel.
Für Hinweise sind wir dankbar.
Alle Informationen werden diskret behandelt.